
Kronen Zeitung
STIMMEN ZUM CUP-ABEND
Frust bei Ingolitsch: „Fühle mich benachteiligt!“
Was die Trainer und Spieler nach den beiden ÖFB-Cup-Viertelfinalpartien zwischen dem WAC und Salzburg (0:1) sowie Altach und Sturm (3:1 n. V.) zu sagen hatten, lesen Sie hier. „Ich fühle ich mich durch Schiedsrichterentscheidungen benachteiligt“, sagte Sturms Neo-Coach Fabio Ingolitsch.
Reaktionen zum ÖFB-Cup-Achtelfinale SCR Altach – SK Sturm Graz (3:1 n.V.):
Fabio Ingolitsch (Sturm-Graz-Trainer): „Was heute alles passiert ist, habe ich noch gar nicht richtig begriffen. Ich bin enttäuscht, wie meine Mannschaft aufgetreten ist. Altach hingegen muss ich ein Riesenkompliment machen. Sie sind der verdiente Sieger. Trotzdem fühle ich mich durch Schiedsrichterentscheidungen benachteiligt! Beim Elfer war vorher ein klares Foul an Weinhandl, die gelb-rote Karte war ein Dutzendfoul an der Mittellinie. Wir werden alles hinterfragen und müssen herausfinden, welche Spieler die richtigen für uns sind.“
Ognjen Zaric (Altach-Trainer): „Der Sieg tut uns allen gut. Wir waren der ganz klar verdiente Sieger. Wir haben unseren Spielplan klar eingehalten, haben Sturm praktisch keine Chancen ermöglicht und auch eine unglaubliche Energie aufs Feld gebracht. Der Auftritt der Mannschaft als Gesamtpaket war extrem gut. Wir müssen jetzt versuchen, Woche für Woche solche Auftritte zu liefern.“
Patrick Greil (Altach-Doppeltorschütze): „Unser Sieg war sehr verdient. Wir haben gegen Ende der ersten Hälfte gespürt, dass etwas möglich ist. Dann war auch das Glück ein bisschen auf unserer Seite. Dass wir gegen Fabio Ingolitsch (Anm.: Ex-Altach-Trainer) gespielt haben, hatte ich während der Partie eigentlich gar nicht im Kopf.“
Benedikt Zech (Altach-Profi): „Wir haben den Fußball von Fabio natürlich gekannt, waren gut eingestellt und sind unterm Strich verdient weitergekommen. Auch gegen Salzburg ist alles möglich.“
Emir Karic (Sturm-Graz-Profi): „Mit einem Mann weniger ist es schwer, aber wir haben uns schon davor schwergetan. Wir haben den Kampf nicht angenommen. Es war eine Mentalitätssache, und da war uns Altach einen Schritt voraus. Wir haben uns in den Zweikämpfen ein bisschen die Schneid abkaufen lassen und die Bälle zu schnell wieder verloren. Altach hat verdient gewonnen.“
Reaktionen zum ÖFB-Cup-Viertelfinale WAC – Salzburg (0:1):
Ismail Atalan (WAC-Trainer): „Wir sind maximal enttäuscht, maximal gefrustet, wenn man sich den Spielverlauf ansieht. Ich habe gerade noch das Video zu sehen bekommen, und denke mir: Vielleicht sollte man den Video-Assistenten mal ganz rausnehmen, wenn man sich ansieht, wie hier einfach so Rot gegeben wird bei einer 50:50-Entscheidung. Wenn es so strittig ist, gebe ich diese Rote einfach nicht. Wir hatten zwar zu viele Fehler im Spielaufbau, das hat Selbstbewusstsein gekostet. Aber wir haben uns in Hälfte zwei aufgebäumt und waren zu zehnt die bessere Mannschaft. Das bringt uns aber nichts.“
Dominik Baumgartner (WAC-Verteidiger): „Wenn du einen Mann weniger bist, versuchst du zuerst einmal so lange wie möglich das 0:1 zu halten. Wir wissen, ganz so sattelfest ist Salzburg auch noch nicht. Sie haben noch die einen oder anderen Probleme. Wir haben es probiert mit langen Bällen. Leider ist dann keiner hineingegangen. Ich glaube, dass es in der zweiten Hälfte dann ganz in Ordnung war.“
Thomas Letsch (Salzburg-Trainer): „Wir haben super angefangen, bei elf gegen elf den Gegner an die Wand gespielt. Die ganze erste halbe Stunde war sehr gut. Auch danach hatten wir genügend Chancen, es früher zu entscheiden, der Gegner nur eine. Aber ja, wir haben keine Ruhe mehr hineingebracht in der zweiten Hälfte, daher wurde es hektischer. Wir hätten uns das Leben sicher einfacher machen können. Wir hatten am Donnerstag ein brutales Spiel in Birmingham, natürlich merkt man das im Laufe dieses Spiels. Das darf aber keine Ausrede sein.“ Zur Roten Karte: „Ich sehe, dass Baidoo eindringt und gefoult wird. Der Schiedsrichter pfeift und zeigt Rot. Aber, so ehrlich muss ich sein: Ich hätte sie nicht gegeben. Da hatten wir Glück.“
Alexander Schlager (Salzburg-Torhüter/feierte seinen 30. Geburtstag): „Wir haben das Spiel von Beginn an im Griff gehabt. Natürlich spielt dir die Rote Karte in die Karten. Wir haben die Basics gut gemacht. Das ist der Schlüssel, dass du hier gewinnst. Wir sind seit knapp über einem Jahr auf einem guten Weg. Aber das dauert alles seine Zeit. Wichtig ist, dass man die Entwicklung erkennt. Es schenkt dir keiner etwas.“
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